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Fairer Powertrunk
Schon bei den Azteken war Kakao als schaumig bitterer Trunk beliebt. Durch die Kombination mit Zucker schmeckt Kakao heute eher süß. Die weltweiten Produktionsbedingungen sorgen allerdings immer noch für einen bitteren Beigeschmack. So arbeiten nach Schätzungen der Organisation Anti Slavery rund 200.000 Kinder im Kakaoanbau an der Elfenbeinküste, von wo etwa 40 Prozent des weltweit gehandelten Rohkakaos stammen. Wer Produkte aus Kinderarbeit vermeiden will, sollte daher zu fair gehandeltem Kakao greifen.


Während der Kakaoanbau hauptsächlich in tropischen Regionen in den Ländern des Südens stattfindet, spielt sich der Großteil der Weiterverarbeitung und des Konsums von Kakaoprodukten in den Industrieländern ab. Fünf Unternehmen kontrollieren rund 80 Prozent des Kakaohandels. Vor allem in den neunziger Jahren drückten sie die Preise derart, dass es für die Produzenten kaum möglich war, in bessere Produktionsmethoden zu investieren. Gleichzeitig führen Umweltkatastrophen immer wieder zu starken Ernteausfällen in den Anbaugebieten. „Die schwierige Situation auf dem Kakaomarkt und das sehr geringe Einkommen der Produzenten, haben dazu geführt, dass der Anteil an Kinderarbeit und Sklavenarbeit in Westafrika gestiegen ist“, Kölner Verein TransFair. Das Fairtrade-Konzept biete den Bauern jedoch die Möglichkeit einen festen Mindestpreis für ihren Kakao zu erwirtschaften. Damit seien die Produzenten nicht mehr darauf angewiesen, dass ihre Kinder zum Familieneinkommen beitragen.


Faire Produktionsbedingungen
Fair gehandelte Produkte garantieren den Kleinbauernfamilien, die sich in Genossenschaften organisiert haben, zuverlässige Einkommen. Im Gegenzug verlangt die internationale „Fairtrade Labelling Organizations“ (FLO) von 
den Bauern unter anderem, dass Kinder, die auf elterlichen Plantagen helfen, zur Schule gehen und keine Jugendlichen unter 15 Jahren als Arbeiter angestellt werden. Genossenschaften, die ihren Kakao zu fairen Bedingungen verkaufen wollen, verpflichten sich vertraglich zur Einhaltung folgender Kriterien:

- Die Genossenschaften müssen politisch unabhängig sein und eine demokratische Struktur aufweisen.

- Bei den Mitgliedern handelt es sich überwiegend um kleinbäuerliche Familienbetriebe.

- Die Kleinbauern sind an allen wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaft direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere für die Verwendung des Mehrerlöses aus dem Fairen Handel.

- Die Organisationen setzen sich für eine nachhaltige Entwicklung von Ökologie, Bildung und Frauenförderung ein.


Gleichzeitig verpflichten sich Importeure und Hersteller vertraglich die Fairtrade‐Standards einzuhalten und diese auch von der Zertifizierungsgesellschaft FLOCERT GmbH kontrollieren zu lassen:
- Kakao wird nur bei zertifizierten Produzentenorganisationen gekauft.
- Kaufverträge werden zu den festgelegten Mindestpreisen und der zusätzlichen Fairtrade‐Prämie abgeschlossen. Steigt der Weltmarktpreis über den Fairtrade‐Mindestpreis, ist der höhere Weltmarktpreis zu bezahlen.

Weltweit wurden im Jahr 2008 nach Angaben der FLO-Dachorganisation rund 10 299 Tonnen Fairtrade-zertifizierte Kakao verkauft. Im Jahr 2009 konnte dieses Volumen um 35 Prozent gesteigert werden, da immer mehr Schokoladen- und auch Backwarenhersteller Fairtrade-Kakao verwenden. Nach Angaben von TransFair fragen auch immer mehr deutsche Verbraucher nach fair gehandelten Kakao-Produkten: Im Jahr 2008 wurden im Vergleich zum Vorjahr 51 Prozent mehr Trinkschokolade und zehn Prozent mehr Schokoladenartikel abgesetzt. Ein Jahr später stieg der Absatz um weitere vier Prozent auf insgesamt 286 Tonnen Kakao und 778 Tonnen Schokoladenartikel. 76 Prozent der fair gehandelten Schokoladenprodukte auf dem deutschen Markt stammen inzwischen aus biologischem Anbau. Das 
Bio-Siegel bedeutet oft, aber nicht zwangsläufig, dass die Rohstoffe unter fairen Bedingungen produziert wurden. Die höheren 
Preise für Kakaobohnen aus Öko-Anbau sind aber eine gute Voraussetzung dafür, dass Bauern ihre Kinder zur Schule schicken können.

Rapunzel geht Hand in Hand
Im Unterschied zu anderen Fair-Handels-Organisationen hat sich das Unternehmen Rapunzel ausschließlich ökologischen Produkten verschrieben. Bereits in den 90er Jahren führten die Legauer das eigene „Hand-in-Hand“-Siegel ein und verknüpften damit die Ziele des Ökoanbaus mit denen des fairen Handels. Dabei garantiert das Unternehmen den Lieferanten langfristige Handelsbeziehungen, feste Abnahmegarantien, faire Produktpreise und Beratung in Sachen Ökoanbau, Verarbeitung, Qualitätssicherung und Vermarktung. Gleichzeitig fördert Rapunzel gemeinnützige Projekte in den Ursprungsregionen. Die Hand-in-Hand-Partner garantieren im Gegenzug den Anbau nach ökologischen Kriterien, die soziale Absicherung der Mitarbeiter, menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie die Ablehnung von Kinderarbeit. Mittlerweile erreichen die Hand-in-Hand-Produkte bei Rapunzel bereits einen Umsatzanteil von 12 Prozent.

Den Kakao für die Schokoladen- und Kakaoprodukte bezieht das Unternehmen unter anderem von der bolivianischen Kooperative El Ceibo, die zu den Pionieren des biologischen Kakaoanbaus zählt. Seit Mitte der 80er Jahre ist El Ceibo Partner verschiedener Fair-Handelsorganisationen. Durch die Gelder aus dem fairen Handel konnte mittlerweile sogar eine Anlage zur Verarbeitung der Kakaobohnen und zur Herstellung von Schokolade für den einheimischen Markt eingerichtet werden. Daneben gibt es eine Vielzahl von Ausbildungs- und Weiterbildungsprogrammen zu landwirtschaftlichen und den Verwaltungsbereich betreffenden Themen. El Ceibo sichert heute die Existenz von mehr als 5.600 Menschen. Zum Verband gehören 36 Kooperativen mit rund 800 Mitgliedsfamilien. Aus finanziellen Gründen haben die Bauern von Beginn an weitgehend auf Pestizide und Mineraldünger verzichtet. 1987 wurde mit der Umstellung auf ökologischen Landbau begonnen. Inzwischen werden etwa 65 Prozent der gesamten Produktion nach den Kriterien biologischer Anbauverbände zertifiziert.

Vor allem für die Schokolade verwendet Rapunzel den Kakao des Hand-in-Hand-Partners Conacado (Confederación Nacional de Cacaocultores Dominicanos) in Bajos de Hania in der Dominikanischen Republik. Die landesweite Kakao-Kooperative mit insgesamt 9.000 Bauern, davon etwa 6.000 Ökobauern ist basisdemokratisch organisiert. Die Bauern haben sich in kleineren Untereinheiten, den „bloques“ zusammengeschlossen, den etwa 500 - 1.000 Produzenten angehören. Die Genossenschaftsmitglieder, ihre Familien und angestellte Arbeiter pflegen die Plantage und ernten die Früchte. Jeder „bloque“ hat eigene Fachkräfte, die die Bauern zu Fragen des Anbaus und zur Pflanzenpflege beraten. Durch die höheren und stabilen Preise, die den Bauern unabhängig vom Weltmarktpreis gezahlt werden und die langfristig angelegten Handelsbeziehungen haben sich die Lebensbedingungen der Bauern verbessert. Außerdem werden Aus- und Weiterbildungen für Produzenten und ihre Familien angeboten.

Unser Tipp: Heiße Holunderschoki mit Rum und Chili




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