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Einzigartiger Geschmack
Sugar Baby, Cantaloup und Galia sind nur drei Namen aus der großen Melonen-Familie. Jede einzelne ist etwas ganz besonderes, nicht nur im Aussehen, sondern vor allem im Geschmack. Wegen ihrem fruchtigen Charakter und einem herrlich erfrischenden Wassergehalt von bis zu 95 Prozent sind sie bei sommerlich heißen Temperaturen der perfekte Durstlöscher. Unter den 700 verschiedenen Sorten sind Wassermelonen (Citrullus lanatus) und Zuckermelonen (Cucumis melo) am bekanntesten.

Dabei bringen Wassermelonen, die Schwergewichte der Familie, locker über fünf Kilogramm auf die Waage. Unter einer glatten, oft dunkelgrünen Schale liegt das saftige Fruchtfleisch, das meist auffällig rot ist. Wer die darin verteilten Kerne nicht mag, kann sie leicht mit einer Gabel abstreifen. Sie können aber auch unbesorgt mitgegessen werden. Zuckermelonen weisen dagegen außen und innen eine erstaunliche Vielfalt an Farben und Strukturen auf, doch allen gemein ist der erfrischend süße Geschmack. Hier unterscheidet man Netz-, Cantaloup- und Honigmelonen.

Die Schale der Netzmelonen überzieht eine charakteristische Netzstruktur, das Fleisch ist lachsfarben, manchmal auch blass-grün. Als bekannte Vertreterin gilt die grünliche, aromatische Galiamelone, die vor allem in Israel angebaut wird. Cantaloupmelonen haben ihren Namen dagegen von einer italienischen Stadt, wo man sie auf päpstlichem Boden um 1700 zum ersten Mal kultivierte. Dunkle Längsfurchen durchziehen ihre feste, unebene Schale. Das orangefarbene Fruchtfleisch leuchtet dekorativ und verströmt einen intensiven Duft. Liebhaber greifen bevorzugt zu den edlen Charentais-Melonen, deren Aroma an Papaya erinnert.


Verantwortungsvoller Anbau
Ursprünglich stammen Melonen aus Trockengebieten Süd- und Zentralafrikas. Heute baut man sie weltweit an, sei es in Asien, Mexiko oder den USA. In der Türkei, Italien und Spanien gibt es ebenfalls Felder, und manchmal gedeihen sie sogar in der Pfalz oder anderen milden Regionen Deutschlands.

Weit ab vom konventionellen Anbau in Spanien baut Baltazar Viudez von Cuevas Bio im hügeligen Cuevas de Almanzora auf seiner 150 Hektar großen Finca seit mehr als zwanzig Jahren Bio-Melonen und Bio-Gemüse an. Auf den Melonenfeldern des spanischen Öko-Pioniers herrscht derzeit Hochbetrieb, denn von Juni bis August ist Haupterntezeit. Melonen reifen nicht gleichzeitig, daher streifen die Mitarbeiter jeden Morgen durch die Felder und ernten die reifen Exemplare. Der Boden in Almanzora ist reich an Mineralien und Salzen. Kombiniert mit der liebevollen Pflege und Erfahrungen des Erzeugers erhalten die Honig- und Wassermelonen den einzigartigen Geschmack aus der Region. Angebaut werden die Honigmelonen Canari, Galia, Piel de Sapo und Cantaloup. Bei den Wassermelonen wachsen die hellgrün getigerten Valdoria und Premium, die kernlosen und schwarzen Fashion, die sehr dunkelgrüne Sugar Baby und Miniwassermelonen auf den Feldern. Eine imposante Vielfalt – in Form, Farbe und Geschmack. Die Besonderheit im Melonenanbau findet man bei den kernlosen Wassermelonen. Um die weibliche Blüte zu bestäuben, braucht man immer männliche Blütenstempel. Somit wachsen immer beide Geschlechter auf einem Feld. Die gelben Blüten mit den männlichen Stempeln liefern dann die Wassermelonen mit Kernen. Damit sich die Erde nach jeder Saison erholen kann, rotieren Cuevas Bio die Fruchtfolge regelmäßig mit winterlichem Blattgemüse wie Salaten, Kartoffeln, Zwiebeln und Kohl sowie Getreide.

Für optimalen Genuss
Frische Melonen werden von Juni bis September angeboten. Nur die reifen Früchte haben ein volles Aroma. Weil man ihnen den Reifegrad nicht einfach ansehen kann, macht man sich ein paar Tricks zunutze. Bei Zuckermelonen hilft die Nase, denn sie duften sogar durch die Schale. Außerdem springen sie am Stielansatz etwas auf. Reife Wassermelonen geben sich dagegen an einem hohlen Klang beim Anklopfen zu erkennen.
Melonen sondern das Reifegas Ethylen ab, daher bewahrt man sie bei Raumtemperatur, aber isoliert auf. Einmal angeschnitten, gehören sie abgedeckt und in den Kühlschrank.

Sommerliche Durstlöscher
Mit einem Wassergehalt von bis zu 95 Prozent löschen Wassermelonen perfekt den Durst und wirken leicht entwässernd. Andererseits enthalten die energiearmen Riesen weniger Vitamine und Mineralstoffe als Zuckermelonen. Die punkten mit reichlich Antioxidantien wie Vitamin C und Beta-Carotinen. Am besten munden Melonen gekühlt, wozu man Wassermelonen längs und Zuckermelonen quer in zwei Hälften aufschneidet. Man kann mit ihnen aber auch diverse Speisen zubereiten, etwa die klassische Honigmelone mit Schinken. Zudem geben sie Feinkostsalaten und Risotto eine raffinierte Note oder lassen sich als Suppe genießen. Der Kreativität freien Lauf geben, kann man bei Desserts, sei es im Obstsalat oder als Sorbet. Für die Sommerparty bieten sich Bowlen und Drinks an – oder vielleicht mit Portwein beträufelte Stückchen.

Unser Tipp: Melonen-Ribisel-Smoothie mit Minze