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„Coltivare, educare, sperimentare“
Die Fattoria di Vaira in Süditalien ist schon etwas Besonders. Direkt an der Adria gelegen und vom Klima verwöhnt, verwirklichen italienische Bio-Händler hier gemeinsam einen Traum. Rund 2,5 Millionen Euro investierten sie in den Ausbau des Demeter-Betriebes zu einem Öko-Zentrum. Wir sprachen mit Fabio Brescacin, Geschäftsführer Ecor-NaturaSi.


Herr Brescacin, was ist die Fattoria di Vaira?
Die Fattoria Di Vaira ist ein ehemals bischöflicher Besitz in der süditalienischen Region Molise. Wir haben den Betrieb im Jahr 2007 erworben und insgesamt 550 Hektar Fläche gepachtet, die dann auf biologisch-dynamischen Anbau umgestellt wurden. Zusammen mit der Hilfe von vielen Bio-Händlern haben wir den Hof aufgebaut.

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?
Ursprünglich wurde Fattoria di Vaira 1952 als gemeinnützige Stiftung gegründet, um junge Landwirte auszubilden. „Coltivare, educare, sperimentare“ ist auch heute noch unsere Unternehmensphilosophie. Neben Anbau und Ausbildung haben wir uns die Forschung auf die Fahne geschrieben. Und da es in Italien keine organisierte Ausbildung für Ökolandwirte gibt, wollen wir Di Vaira zu einem Ausbildungszentrum ausbauen.



Welche unterschiedlichen Kulturen werden angebaut?
Mit 300 Rindern, 120 Milchkühen, 300 Ziegen, 150 Schafen und 200 Schweinen bietet die Di Vaira ein breites Spektrum in der Tierzucht. Die Milch der Kühe und Ziegen verarbeiten wir teilweise direkt auf den Hof zu Käse. Auf den Ackerflächen bauen unsere 60 Mitarbeiter 50 Hektar Weintrauben, 40 Hektar Gemüse, 15 Hektar Olivenbäume und etwa 100 Hektar Getreide an, den Rest bewirtschaften wir als Wiesen und Weiden. Auch das Klima im Winter hier ist milde genug, um Gemüse anzubauen. Daher haben wir uns auf den Anbau von Wintergemüse wie Fenchel, Brokkoli Blumenkohl spezialisiert, die von November bis April geerntet werden.



Zurück zur Urproduktion

Die Fattoria di Vaira in Süditalien ist schon etwas Besonders. Direkt an der Adria gelegen und vom Klima verwöhnt, verwirklichen italienische Bio-Händler hier gemeinsam einen Traum. Rund 2,5 Millionen Euro investierten sie in den Ausbau des Demeter-Betriebes zu einem Öko-Zentrum.

Fabio Brescacin hat ursprünglich einmal Landwirtschaft studiert. Inzwischen führt der agile Italiener den italienischen Bio-Großhandel Ecor-NaturaSi und beliefert mehr als 1.000 Bio-Läden in Italien. Von Anfang an hatte Ecor-NaturaSi den anthroposophischen Hintergrund und somit den Bezug zur Urproduktion. Neben dem Großhandel bewirtschaftet das Unternehmen im Veneto bereits einen kleineren Demeter-Betrieb. „Mit der eigenen Erzeugung wollen wir unseren Kunden die höchstmögliche Qualität und Sicherheit bieten“, erklärt der Ecor-Gründer die direkte Verbindung zur Landwirtschaft.

Als in der süditalienischen Region Molise der bischöfliche Besitz „Di Vaira“ im Jahr 2007 zum Verlauf stand, nutzte der Bio-Großhändler die Chance und griff zu. „Während die Flächen von insgesamt 550 Hektar gepachtet werden konnten, musste die Betriebsausstattung mit Gebäude, Tierbestand und Maschinen gekauft werden. Das dafür notwendige Finanzvolumen von 1,7 Millionen Euro stemmten Großhändler und Bio-Händler gemeinsam und gründeten für diesen Zweck eine landwirtschaftliche GmbH. Mit Anteilen zwischen 10.000 und 100.000 Euro unterstützte eine breite Basis aus der italienischen Bio-Bewegung das Konzept. „Dieser Hof konnte nur mit Initiative der Bio-Händler aufgebaut werden“, sagt Brescacin. Die Läden sind damit praktisch Anteilseigner des Hofes, dessen Produkte sie nun in ihrem Geschäft selber verkaufen. „Der Fachhandel ist sehr interessiert an diesem Konzept und identifiziert sich mit dem Projekt. Mit den Produkten von Di Vaira können sie eine authentische Geschichte erzählen und sich gegenüber den Supermärkten profilieren“, erläutert Brescacin die Vorzüge.

Zusammen mit Bankkrediten wurden inzwischen rund 2,5 Millionen Euro in das Modell investiert und insgesamt 550 Hektar auf Demeter-Anbau umgestellt. „Di Vaira war als großer Organismus prädestiniert für die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise“, sagt Paola Santi, Geschäftsführerin von Di Vaira. Mit 300 Rindern, 120 Milchkühen, 300 Ziegen, 150 Schafen und 200 Schweinen bietet die Fattoria ein breites Spektrum in der Tierzucht. Die Milch der Kühe und Ziegen wird teilweise direkt auf dem Hof zu Käse verarbeitet. Auf den Ackerflächen bauen die knapp 60 Mitarbeiter 50 Hektar Weintrauben, 40 Hektar Gemüse, 15 Hektar Olivenbäume und etwa 100 Hektar Getreide an, der Rest wird in Form von Wiesen und Weiden bewirtschaftet. Direkt an der Adriaküste gelegen, ist das Klima im Winter milde genug, um Gemüse anzubauen. Daher hat sich die Fattoria auf den Anbau von Wintergemüse wie Fenchel, Brokkoli Blumenkohl spezialisiert, die von November bis April geerntet werden. Neben dem Gemüse liefern die Italiener zudem geräucherten Käse nach Deutschland.

Ursprünglich wurde Fattoria di Vaira 1952 als gemeinnützige Stiftung gegründet, um junge Landwirte auszubilden. „Coltivare, educare, sperimentare“ steht auch heute für die Unternehmensphilosophie des reizvoll gelegenen Landgutes. Neben Anbau und Ausbildung hat sich das zukünftige Öko-Zentrum Forschung auf die Fahne geschrieben. „Da es in Italien keine organisierte Ausbildung für Ökolandwirte gibt, soll Di Vaira zu einem Ausbildungszentrum ausgebaut werden. Gleichzeitig wollen wir hier neue Wege in Technik und Zucht erforschen“, sagt Brescacin. Di Vaira sei daher eine Investition in die Zukunft der italienischen Bio-Landwirtschaft.

Neben Landwirten stehen auf Di Vaira auch für Schulklassen, Studenten und Urlauber die Türen jederzeit offen. Der Betrieb bietet ausreichend Platz für alle Interessierten, die mit der Bio-Landwirtschaft auf Tuchfühlung gehen wollen. „Uns besuchen viele Bio-Kunden, die mal sehen wollen, wo die Produkte herkommen“, freut sich Paola Santi. Außerdem lockt der nur drei Kilometer entfernte Adriastand, um weitere schöne Stunden zu verbringen.




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