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Erdäpfel mit Geschichte
Der Anbau von Erdäpfeln hat auf dem Bio-Hof Fink eine lange Tradition. Bio-Bauer Andreas Fink aus der Ost-Steiermark setzt dabei auch auf die Erfahrungen seiner Vorfahren.

Herr Fink, seit wann bauen Sie Erdäpfel an?
Schon seit Großvaters Zeiten werden auf unserem Hof Erdäpfeln gepflanzt. Auf unseren lehmigen Böden in Mittelgebirgslage gedeihen überwiegend Früh- und Lagererdäpfel. Bei den Lagererdäpfeln haben wir mit der speckigen Erdäpfelsorte Ditta und der mehligen Sorte Agria gute Erfahrungen gemacht. Außerdem bauen wir zudem die beliebten rotschaligen Sorten Desiree und Laura an. Die beiden sind Dauerbrenner, die man für alles verwenden kann.

Welche Schwierigkeiten müssen im Anbau von Bio-Erdäpfeln überwunden werden?
Probleme bei der Produktion verursachen meist die „lieben“ Erdapfelkäfer sowie Fäulniserkrankungen. Die beste Abwehrmaßnahme für diese Störfaktoren stellt die Auswahl robuster Erdäpfelpflanzen dar. Mit einer optimalen Wachstumsunterstützung fördern wir dann die genetische Stärke der ausgewählten Pflanzensorten. Eine ausreichende Wasserversorgung und ein warmes Vlies garantieren dabei ein gutes Wachstumsklima. So ein Vlies schützt zudem vor den lästigen Käfern.

Wo liegt für Sie die besondere Stärke Ihres Betriebes?
Wir sind ein Familienbetrieb, bei dem über drei Generationen hinweg noch alle miteinander anpacken. Wir profitieren dabei generationsübergreifend von Erfahrungen, Tatkraft und neuen Ideen. Auf diese Weise können Anbau, Kulturführung sowie auch Ernte und Lagerung gut kontrolliert funktionieren.



Von den Vorfahren lernen

Der Bio-Bauer Andres Fink ist ein traditionsbewusster Mensch. Die Erfahrungen vorheriger Generationen mit der Kultivierung von Obst und Gemüse sind ihm wichtig. Schließlich minimiert ein standortgerechter Anbau von biologischen Feldfrüchten den Stress für Pflanzen.


„Der Apfel gehört genau dahin, wo er schon seit 100 Jahren vorzugsweise angebaut wird“, erklärt Bio-Bauer Andreas Fink. Das richtige Produkt am richtigen Standort minimiere den Anbauaufwand und wirke sich positiv auf die Qualität aus. In der Planung seiner Fruchtfolge vertraut Fink auf den Erfahrungsschatz seiner Vorfahren. Dafür berücksichtigt er die klimatischen Besonderheiten verschiedener Regionen in Österreich und recherchiert den geschichtlichen Hintergrund der angebauten Feldfrüchte.



Nach alter Familientradition baut er auf seinem Betrieb in der Ost-Steiermark hauptsächlich Kartoffeln, Kohlgewächse und Wurzelgemüse an. Auf den lehmigen Grafendorfer Ackerflächen in 500 Metern Höhenlage haben sich diese Feldfrüchte seit Generationen bewährt. Rund 25 Hektar Ackerfläche bewirtschaftet Familie Fink in Eigenregie und legt großen Wert auf eine nachhaltige Fruchtfolge. Deren Basis stellt eine zweijährige Kleebrache als Gründüngung dar. Damit bindet der Bio-Bauer den Stickstoff im Boden, minimiert den Unkrautbesatz und bildet Humus für die dann folgenden Feldfrüchte.

Der Anbau aller Kulturen erfolgt im Freiland. In kälteren Perioden werden die Pflanzen lediglich durch Vliese vor den Witterungseinflüssen geschützt. „Die Vliese sorgen für ein schönes warmes Klima und schützen beispielsweise die Kartoffeln zudem vor den lästigen Käfern“, erklärt Andreas Fink. Neben Kartoffeln und Wurzelgemüse wachsen auf den Feldern in Grafendorf zudem Salate, Radieschen und Bohnen in Bio-Qualität.

Bio-Bauer Fink kann auf eine lange Familientradition in der biologischen Landwirtschaft zurückblicken. Als einer der ersten Pioniere hatte der Vater bereits im Jahr 1975 auf Bio-Anbau umgestellt, heute ist der Bio-Hof Fink Mitglied im Anbauverband „Erde & Saat“. Während sich Andreas Fink auf den eigenen Bio-Anbau konzentriert, hat sich seine Frau Jutta auf die Bündelung von Bio-Produkten spezialisiert. Der entsprechende Unternehmenszweig koordiniert die Vermarktung von rund 40 Landwirten in der Region, die insgesamt rund 200 Hektar biologisch bewirtschaften. Auch die Vermarktungskooperation basiert auf dem Grundgedanken des standortgerechten Anbaus. 

   

Betriebsspezifisch werden jeweils die regionstypischen Obst- und Gemüsekulturen angebaut. So bezieht der Bio-Hof seine Äpfel aus der Nähe von Riegersburg im Südosten der Steiermark, da hier kühlere Nachttemperaturen das Ausreifen der Äpfel begünstigt. Paprika und Zucchini stammen hingegen aus dem klimatisch begünstigten Seewinkel, wo dieses Fruchtgemüse nach Fink´s Recherchen auch früher bereits angebaut wurde. Die Karotten für das Kooperations-Konzept wachsen überwiegend bei Marchfeld in Niederösterreich.„Viele Betriebe in der Region haben dank dieser Absatzunterstützung den Sprung in das Bio-Segment gewagt. Eingebettet in unser Vermarktungskonzept fiel manchem Landwirt die Entscheidung für Bio einfach etwas leichter“, blickt Fink stolz zurück.




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