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Flüssiger Roggen
Seit mehr als 400 Jahren führt das Stift Schlägl im Bezirk Rohrbach Österreichs einzige Stiftsbrauerei. Mit dem landesweit ersten biologischen Roggenbier setzt Geschäftsführer Markus Rubasch ein Zeichen für die Region.

Herr Rubasch, seit wann wird in der Stiftsbrauerei eigentlich Bier gebraut?
Die Kunst des Bierbrauens hat in Schlägl seit Ende des 15. Jahrhundert Tradition. Das damals gebraute Bier diente allerdings vor allem zur Verköstigung des Personals in den verschiedensten Bereichen des Stiftes. Erst im 20. Jahrhundert beliefert man auch Kunden in der Umgebung aus der Gastronomie, später dann auch aus dem Handel. Unser Bieraustoß liegt heute bei rund 25.000 Hektolitern/Jahr.

Welche Bedeutung hat Bio Roggenbier für das Unternehmen?
Das Bio Roggenbier ist eine Spezialität der Stiftsbrauerei Schlägl. Das Stift züchtet seit Beginn des vorigen Jahrhunderts dafür eine besondere Roggensorte. Der Schlägler Roggen ist wegen seiner besonderen Winterhärte bei den Bauern im Mühlviertel sehr beliebt und wurde in der Züchtung speziell auf die Anforderungen des Bioanbaus ausgerichtet. Seit dem Jahr 2000 brauen wir daraus nach einem ganz besonderen Verfahren Bio Roggenbier.


Was ist das Typische an Ihrem Roggenbier?
Wir haben als Brauer einen mutigen Weg gewählt und vergären unser Roggenbier nicht wie üblich mit Weißbierhefe sondern mit einer Altbierhefe. Daraus entsteht dann ein hell bernsteinfarbenes Bier mit typisch fruchtiger Ausprägung. Der Geschmack des obergärigen Bieres entwickelt sich leicht malzig und mit einem weichen runden Körper. Im Nachtrunk kommt das Bittere des Mühlviertler Hopfens angenehm trocken zur Entfaltung.



Renaissance des Roggens
Prinzipiell kann man aus jeder Getreidesorte Bier brauen. Das Reinheitsgebot von 1516 verbot jedoch den Einsatz von Weizen und Roggen, da die Getreidesorten für das Brotbacken wichtiger und für das Brauen zu kostbar erschienen. Die Braukünstler des Stiftes Schlägl haben Roggen jedoch als wertvollen Rohstoff für sich wiederentdeckt.

Die Kunst des Bierbrauens dürfte in der Umgebung von Schlägl schon im Mittelalter bekannt gewesen sein. Denn hier im oberen Mühlviertel, wo Bayern, Böhmen und Oberösterreich zusammentreffen, wird seit Jahrhunderten Gerste und Hopfen angebaut. So soll der Probst von Schlägl bereits im Jahr 1580 mit dem Passauer Bischof das eine oder andere Schlägler Bier getrunken haben. Das gebraute Bier war damals allerdings ausschließlich für den alltäglichen Gebrauch des Konventes bestimmt.

Das Stift Schlägl ist seit fast 800 Jahren ein bedeutender Teil des religiösen Lebens sowie der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung des oberen Mühlviertels. Als Wirtschaftsunternehmen führt das Stift seit mehr als 400 Jahren Österreichs einzige Stiftsbrauerei und steht mit ihren Produkten für echten und unverwechselbaren Genuss.

Seit Anfang des letzten Jahrhunderts wird in der Region der winterfeste Schlägler Roggen gezüchtet und angebaut. Im Jahr 1992 braute die Stiftsbrauerei Schlägl daraus erstmalig ein Roggenbier, seit dem Jahr 2000 ausschließlich in Bioqualität. Durch das Reinheitsgebot von 1516 wurde das Brauen mit Roggen- und Weizenmalz verboten; nur aus Gerste durfte weiterhin Bier gebraut werden. Ein Grund dafür war, dass sowohl Roggen als auch Weizen Brotgetreide ist und somit in 16. Jahrhundert zu wertvoll war, um daraus Bier zu brauen. Ausnahmeregelungen ermöglichten aber den Brauern unter bestimmten Voraussetzungen auch Weizen und Roggen zum Brauen zu verwenden. „Einer dieser Voraussetzungen war, dass das aus diesen Getreidesorten hergestellte Bier obergärig eingebraut werden musste, deshalb wird auch unser Bio Roggenbier auf diese Weise hergestellt“, erklärt Markus Rubasch, Geschäftsführer der Stiftsbrauerei Schlägl.

Die Brauerei gilt als Vorreiter für die Entwicklung des Roggenbieres. Während die üblichen Roggenbiere mit Weißbierhefe vergärt werden, haben die Schlägler Braukünstler einen anderen Weg eingeschlagen. Sie verwenden eine Altbierhefe, mit der ein niedriger Vergärungsgrad erzielt wird. Durch das besondere Verfahren ergibt sich ein sehr fruchtiger und aromatischer Geschmack, der bei den Bierliebhabern offensichtlich sehr gut ankommt. Bierexperten beschreiben das Bio Roggenbier mit einer fruchtigen, an Kirschkuchen und Marillen erinnernde Nase, mit einem vollen Antrunk. Der herbe Eindruck des Mühlviertel Bio-Hopfens der Sorte Mailing komme früh durch und übernehme dann das Finish.




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