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Tofuprodukte von Taifun
Wolfgang Rainer Heck ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Life Food GmbH Taifun in Freiburg. Seit fast 25 Jahren leistet das Unternehmen Pionierarbeit für Tofuprodukte.

Herr Heck, Sie beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Herstellung von Tofu. Welche Rolle spielt Tofu hierzulande als Lebensmittel?
Das asiatische Grundnahrungsmittel aus Soja hat sich in Europa mittlerweile vom Außenseiter zum anerkannten Lebensmittel entwickelt. Obwohl seine gesundheitlichen und ökologischen Vorteile relativ schnell erkannt wurden, brauchte Tofu ein bisschen Zeit bis es seinen Platz fand. Durch die aktuellen Diskussionen um die Ethik des Fleischkonsums sowie den Klimaschutzaspekt erhält Tofu durch den biologischen Anbau derzeit viel Rückenwind und erschließt neue Käuferschichten.

Der Anbau von Soja ist eng mit dem Thema Gentechnik verknüpft.
Wie sichern Sie die Gentechnikfreiheit der Produkte?
Das biologische Sojasaatgut lassen wir vor der Ernte immer auf GVO-Freiheit (gentechnisch veränderte Organismen) untersuchen. Erst danach folgt die Zulassung für den Anbau. Jede Partie Sojabohnen, die bei uns in die Produktion gelangt, wird auf Gentechnik getestet. Es gibt ein lückenloses Kontrollsystem von der Saatgutzüchtung über Aussaat, Ernteerfassung bis zum Einsatz in der Produktion. So können wir auf jeden Fall gezielt Verunreinigungen ausschließen.

Mit gezielter Vertragslandwirtschaft forcieren Sie den europäischen Sojaanbau. Wächst Soja so einfach in Europa?
Gute Tofu-Sojabohnen brauchen viel Wärme, ausreichend Wasser und tiefgründige Böden. Unsere größte Herausforderung besteht darin, Landwirte in guten Ackerbauregionen zu gewinnen. Unser Engagement für den regionalen Soja-Anbau begann 1996 im Raum Freiburg. Mittlerweile ist das Konzept zu einem europäischen Projekt herangewachsen und umfasst rund 730 Hektar Sojabohnen. Um den Anbau auch in weniger guten Lagen zu ermöglichen, unterstützen wir die Züchtung neuer frühreifer Sorten.



Europäischer Siegeszug für Sojaprodukte

In der asiatischen Esskultur ist Tofu seit tausend Jahren Tradition. Der Name stammt aus dem Japanischen, dabei steht das „To“ für Bohne und das „Fu“ für Gerinnung. Das hochwertige geronnene Pflanzeneiweiß der Sojabohne startete in den Achtzigern seinen Siegeszug aus einem einfachen Freiburger Kellerbetrieb in die deutschen Küchen. Heute produzieren 160 Mitarbeiter der Life Food GmbH / Taifun wöchentlich 65 Tonnen Tofu für rund 8.000 Bioläden in ganz Europa.

Auf den europäischen Speisekarten können Soja-Produkte kaum auf eine lange Geschichte zurückblicken. Auch als Feldfrucht hat die Sojabohne hierzulande eigentlich keine Tradition. Die gesundheitlichen und klimatechnischen Vorteile des pflanzlichen Eiweißlieferanten haben das Außenseiterprodukt Tofu jedoch über die Jahrzehnte hinweg als Lebensmittel etabliert. Der Startschuss für den erfolgreichen Marsch von Taifun-Tofu auf die deutschen Teller fiel bereits 1986 in Freiburg. Wo zunächst biologische Sprossen und Keimlinge gezüchtet wurden, entwickelten sich nach und nach die ersten frischen Tofuprodukte, die das Unternehmen Life Food zunächst auf dem Freiburger Münstermarkt verkaufte. Ein Jahr später konnte man die frischen Tofu-Produkte unter dem Markennamen Taifun bereits lose aus einem Frischwasserbecken in der Freiburger Markthalle erwerben. Mit dem ersten vakuumverpackten Tofu-Artikel legte Taifun dann den Grundstein für den Vertrieb im Bio-Handel.

„Die Namensgebung Taifun als Symbol für eine große Naturenergie war gewagt. Doch wir hatten das Gefühl, dass der Name ein großes Potenzial in sich trägt“, blickt Wolfgang Rainer Heck, Gesellschafter und Geschäftsführer der Life Food GmbH heute zurück. In der Marktbearbeitung sorgte der Name jedenfalls für ausreichend Rückenwind. „Unsere Produkte entwickelten sich auf dem Markt so rasant wie ein Wirbelwind“, sagt Heck. Die Nachfrage nach Taifun-Tofuprodukten ist bis heute unverändert groß. Um das jährliche Wachstum von zehn Prozent schultern zu können, werden die bestehenden Produktionsanlagen kontinuierlich ausgebaut. In diesem Jahr investiert das Unternehmen zudem rund 750 000 Euro in eine umweltfreundliche Kälteanlage mit Wasserkühlung, die jährlich 12 Tonnen CO2 eingespart.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der nachhaltigen Unternehmensführung ist für den Tofu-Hersteller die Gentechnikfreiheit. „Uns liegt am Herzen, ein natürliches gesundes Umfeld an nachfolgende Generationen zu übergeben“, erklärt Soja-Experte Heck. „Wir arbeiten eng mit Züchtern, Landwirten und Mühlen zusammen, so dass wir den Weg der Sojabohne lückenlos verfolgen können.“

So hat Taifun in den letzten Jahren mit großem Aufwand eine eigene biologische Saatgutvermehrung in der Region aufgebaut, um auf langfristige Sicht eine gentechnikfreie Versorgung zu sichern. Gleichzeitig starteten die Freiburger in ihrer Heimatregion bereits im Jahr 1996 ein Pilotprojekt zum regionalen Anbau von Sojabohnen. Mittlerweile wurde das Engagement zu einem europäischen Projekt erweitert, wobei Flächen in Burgund, der Lombardei und in Niederösterreich hinzukamen. Insgesamt stehen in Europa rund 730 Hektar Anbaufläche für Sojabohnen für Taifun bereit. „Damit gewinnen wir immer mehr Ackerland für den biologischen Anbau und bieten der Verbreitung von Gentechnik Einhalt“, konstatiert der Taifun-Chef. „Es freut mich, dass wir mit unserer Idee, den Bio-Anbau von Sojabohnen in Europa zu etablieren, so viel Erfolg haben.“


Der Sojaanbau passt im Rahmen der Fruchtfolge ideal in die regionalen Anbaukonzepte. Um die Anpflanzung auch in weniger guten Lagen zu ermöglichen, unterstützt Taifun die Züchtung neuer, frühreifer Sorten. Dafür haben die Freiburger aktuell ein Projekt mit der Uni Hohenheim gestartet. Ganz speziell für diese Zwecke entwickelt Taifun gerade eine Mini-Tofurei, in der neue Sorten sehr schnell auf ihre Tofueigenschaften getestet werden können. Auch Studenten haben hier zukünftig optimale Voraussetzungen, um ihre Tofu-Kompetenz weiter auszubauen.

Unser Rezepttipp:
Paprika mit Melanzanimus und Tofu gefüllt, mit Parmesan überbacken und grüner Olivensalsa




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