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Zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt geboren
Die wilden Verwandten der Honigbiene


Oft sind es die kleinen, eher unscheinbaren Lebewesen in der Natur, die als selbstverständlich hingenommen werden, doch so viel für die Vielfalt tun. Wildbienen gehören zu den fleißigen Arbeitern. Durch ihre Bestäubung ermöglichen sie ein buntes Blütenmeer, sie sorgen für Samen und Früchte und sichern zusammen mit Honigbienen und anderen Insekten die Bestäubung vieler unserer Nutzpflanzen. Eine naturgegebene Dienstleistung, die es zu erhalten gilt. Aber wie können wir die Wildbienen unterstützen?

Volker Fockenberg, Dipl. Geograph und Betreiber von wildbiene.com, bietet Wildbienen-Seminare an und engagiert sich seit 30 Jahren für die Erhaltung der nützlichen Insekten.

Warum sind Wildbienen für unser Ökosystem so wichtig?
Viele Ökologen sind der Überzeugung, dass es ohne Wildbienen uns Menschen nicht gäbe! Die ersten Bienen sind vor 80 bis 100 Millionen Jahren entstanden, in einer Zeit, in der noch Dinosaurier auf der Erde herum stapften und unsere Urahnen als rattenähnliche, insektenfressende Tiere herum huschten.

Damals gab es windbestäubte Pflanzen. Deren Blüten waren nicht bunt, sie haben nicht geduftet. Sie hatten riesige Mengen an Pollen – Gräser sind solche Pflanzen. Durch die Insektenbestäuber hat sich dann diese riesige Fülle an Blüten und Pflanzen entwickelt. Die bezaubernden Farben, die mannigfaltigen Gestalten, die betörenden Düfte alles ist nur für die Bienen entstanden!

Weltweit sind 87 der 115 wichtigsten Obst-, Gemüse-, Gewürz- und Ölpflanzen auf Bestäuber angewiesen. Honigbienen und Wildbienen stehen in der Reihe der wichtigsten Nutztiere Deutschlands auf Platz drei. An erster Stelle stehen Rinder, an zweiter Schweine und bereits an dritter Stelle kommen die Bienen.

Bienen nehmen in ihrer Funktion als Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen eine derart zentrale Rolle ein, dass ohne sie Obst und Gemüse Mangelware wären.


Welche Umgebung benötigt die Wildbiene um zu Leben und ist sie deutschlandweit zu Hause?
Weibchen%20Rostrote%20Mauerbiene%20auf%20Apfelbl%C3%BCteVon „der Wildbiene“ kann man bei 560 Arten mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen nicht sprechen. Grundsätzlich benötigen Wildbienen einen geeigneten Nistplatz und entsprechende Nektar- und Pollenquellen. Einige Bienenarten graben Röhren in Sandböden, nagen Nestgänge in morsches Holz oder markhaltige Zweige, andere mauern sogar mit selbst erstelltem Mörtel steinharte Burgen für ihren Nachwuchs. Viele Arten beziehen aber einfach bereits vorhandene Hohlräume wie Löcher im Verputz von Hauswänden, hohle Stängel oder Käferfraßgänge in besonnten, morschen Bäumen oder Zaunpfählen. Wildbienen sind in der Regel wärmeliebend. Daher kommen in warmen Regionen mehr Arten vor als in kälteren Gebieten. Einige Wildbienenarten nisten in sandigen Böden. In Gebieten mit Lehm- oder Tonböden fehlen daher diese Sandspezialisten. Viele Arten wie die Rostrote Mauerbiene oder Erdhummeln sind aber deutschlandweit verbreitet.


Die Meldungen über „das Bienensterben“ häufen sich, über 50% der Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste. Welche Ursachen sind aus Ihrer Sicht dafür verantwortlich?
Das Verschwinden von Wildbienen ist besorgniserregend; wir sind dabei, die Festplatte unserer Natur unwiederbringlich zu löschen! Verantwortlich für den bedrohlichen Rückgang der Bienen ist aus meiner Sicht vor allem die konventionelle, industrielle Landwirtschaft.

Hochgiftige Pestizide werden großflächig eingesetzt, Wiesen werden immer früher gemäht und das Schnittgut zu Silage verarbeitet. Ganze Landschaften „vermaisen“ und der Mais wandert oft in Biogasanlagen. Feldraine und Brachflächen verschwinden und Äcker rücken immer näher an Wege, Waldränder und Gewässer heran. Mit den Blüten verschwinden auch Wildbienen, Honigbienen und Schmetterlinge.

Auch als Ursache für Bienensterben bei den Honigbienen sehen Experten in erster Linie nicht die Varroa-Milbe. Es fehlte im Sommer und Spätsommer in der Landschaft vielmehr an Pollen; die Bienenvölker sterben an Mangelernährung. Zusätzlich wurden regional massenhaft Bienen durch Pestizide vergiftet.

Wer den Bienen helfen möchte, sollte daher Produkte aus der ökologischen Landwirtschaft kaufen.

Was kann ich selbst zu Hause oder im Garten tun?
Um Nahrungsquellen für die emsigen Blütenbesucher zu schaffen, sollten einheimische Wildpflanzen in Gärten eine Chance erhalten. Eine bunte Blumenwiese ist zum Beispiel, anders als ein monotoner Rasen, für Wildbienen ein wahres Schlaraffenland. Wildblumen wie Glockenblumen, Färbe-Kamille oder Natternkopf können selbst auf Terrassen in einem Kübel oder Blumenkasten gepflanzt werden. Aber auch blühende Küchenkräuter wie Thymian, Rosmarin, Majoran, Salbei oder Borretsch werden gerne von Wildbienen besucht.

Ohne Nistmöglichkeiten können Wildbienen nicht für Nachwuchs sorgen. Deshalb sollten auch hier Hilfsmaßnahmen ansetzen. Bereits vorhandene, natürliche Nistplätze sollten gesichert und ausgebaut werden. Jeder kann aber auch mit speziellen Nistkästen Wildbienen sehr wirkungsvoll helfen und ohne große Kosten zum „Wildbienenimker“ werden.


Basteln Sie eine Nisthilfe! Das ist gar nicht so schwer!
Aus abgelagertem Hartholz (z. B. Buche, Eiche), das selbstverständlich nicht mit Holzschutzmitteln behandelt sein darf, kann eine Nisthilfe gebastelt werden. In das beliebig große Holzstück werden Gänge von 2 bis 10 mm Durchmesser gebohrt. Die Bohrtiefe richtet sich dabei nach LAGA-Leverkusen%20Bienenhotelsder vorhandenen Bohrerlänge, die man ganz nutzen sollte. Das Holz darf aber auf keinen Fall durchbohrt werden! Empfehlenswert ist die Kombination von Nistgängen verschiedener Durchmesser in einem Holzstück, doch sollten Bohrweiten von 3 bis 6 mm bevorzugt werden. Um Risse entlang von Niströhren zu vermeiden, ist zwischen Löchern über 4 mm mindestens 2 cm Abstand einzuhalten. Querstehende Fasern in den Lochöffnungen müssen mit Schmirgelpapier beseitigt werden, denn zugefaserte und gespaltene Gänge werden von den Insekten selten besiedelt. Nachdem auch das Bohrmehl aus den Wohnungen geklopft wurde, sind sie bezugsfertig.




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