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Rapunzel Naturkost
Rapunzel Naturkost
"Hand in Hand" mit Rapnuzel

Unser Partner Rapunzel ist ein Bio-Pionier, wie er im (Märchen-)Buche steht. Seit mehr als 40 Jahren sorgt das Unternehmen um Gründer Joseph Wilhelm mit heute rund 600 köstlichen und innovativen Produkten für Abwechslung auf dem vegetarischen Speiseplan. Neben Nussmusen, Trockenfrüchten und Müslis zählen Pasta, Speiseöle, Schokoladen und Kaffee zum Kernsortiment von Rapunzel. Wir haben uns im schönen Allgäu mit Joseph Wilhelm getroffen, um das Firmen-Märchen Revue passieren zu lassen.


Wieviel Märchen steckt in Rapunzel?
Mindestens die Hälfte ist „märchenhaften“ Ursprungs. Als wir im Herbst 1974 in den Vorbereitungen für die Eröffnung unseres kleinen Bioladens in Augsburg steckten, suchten wir den passenden Namen. Damals betrieben wir noch eine Bio-Gärtnerei und hatten auch den „Rapunzel“, also Feldsalat, im Angebot – eins unserer Lieblingsprodukte. Im Märchen geht es obendrein um „Fruchtbarkeit“, „wachsen lassen“ und „unbedingt haben müssen“. Drei Attribute, die uns im Hinblick auf unser Projekt wichtig waren. Dass Feldsalat eine sehr starke und widerstandsfähige kleine Pflanze ist, passt auch zu uns.

Märchenhaft ist auch Ihre Erfolgsgeschichte. Wie schafft man es vom kleinen Bioladen zum Naturkosthersteller mit einem Jahresumsatz von rund 200 Millionen Euro?
Es ist schön, dass wir heute so solide dastehen und damit unsere Vision – mehr Bio für immer mehr Menschen – weiter verfolgen können. Allerdings waren nicht alle Zeiten rosig. Was wir dabei nie verloren haben, ist das Wissen um die Sinnhaftigkeit unseres Tuns. Deswegen haben wir an unseren Idealen und Zielen stets festgehalten. So sind wir bei Rapunzel nicht nur zu einem großen Team gewachsen, sondern eben auch mit unseren Aufgaben. Man muss authentisch bleiben und die eigenen Werte leben, auch in Zeiten, in denen Zweifel aufkommen.

Von außen betrachtet gibt es noch einige Besonderheiten bei Rapunzel, die Sie von anderen Firmen unterscheidet: beispielsweise der Rapunzel Turm, das Bio-Museum oder das Rapunzel Kino. Wie kommt man auf solche kreativen Einfälle und wie groß ist Ihrer Meinung nach der Anteil dieser Dinge an der Erfolgsgeschichte des Unternehmens?
Sicherlich ist unsere Kultur, die Art und Weise, wie wir arbeiten, nicht ganz konventionell. Und dazu gehört bestimmt auch unser kulturelles Engagement an unserem Firmensitz hier im Allgäu. Wir wollen mit dem Kino- und Event-Programm auch regional zur Meinungsbildung und zur Verbreitung alternativer Lebensentwürfe beitragen. Das ist besonders in einer so ländlichen Region wichtig, in der es nicht an jeder Ecke ein Programmkino für Filme außerhalb des Mainstreams gibt. Inwiefern das Programm vor Ort zum Erfolg von Rapunzel beiträgt, kann ich nicht sagen – das ist schwer messbar. Wenn beim Rapunzel Festival allerdings 25.000 Menschen an einem Wochenende zu uns kommen, wie zuletzt 2017, dann glaube ich schon, dass dies eine Wirkung hat.

Rapunzel hat den HAND IN HAND-Fonds ins Leben gerufen. Können Sie uns erklären, was Sie mit diesem Fonds tun?
Den HAND IN HAND-Fonds haben wir vor 20 Jahren gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gestartet. Seitdem förderten wir darüber mit 1,4 Millionen Euro rund 330 öko-soziale Projekte in 55 Ländern mit unbürokratischer Hilfe zur Selbsthilfe. Das bedeutet konkret z. B. schnell ein neues Dach für einen Schlafsaal der Hekima Girls‘ Secondary School in Tansania oder Soforthilfe für eine Kaffee-Kleinbauern-Kooperative nach den heftigen El Niño-Unwettern in Peru.

Woher kommt das Geld für den HAND IN HAND-Fonds?
An den Fonds kann jeder über die DUH spenden. Der allergrößte Teil der Gelder kommt bisher allerdings durch uns selbst: Wir spenden jeweils ein Prozent des Einkaufswerts unserer fair gehandelten Rapunzel HAND IN HAND-Rohwaren in den Fonds. So kamen allein 2017 über 170.000 Euro zusammen. Je mehr HAND IN HAND-Produkte wir verbreiten, desto mehr Spenden fließen auch in den HAND IN HAND-Fonds.

Was haben Ihre Partner davon, Teil des HAND IN HAND-Programms zu sein?
Unter anderem erhalten sie eine HAND IN HAND-Prämie. Das heißt, wir schlagen auf den Einkaufspreis für die Rohwaren noch eine Bio-Prämie sowie eine Fairhandels-Prämie auf. Im Laufe der Jahre haben wir über 7 Millionen Euro als Prämie an HAND IN HAND-Partner bezahlt. Diese Prämie ermöglicht den Bauern und Kooperativen, notwendige soziale Einrichtungen wie Toiletten, Brunnen, Kindergarten etc. aufzubauen. Aktuell arbeiten wir im HAND IN HAND-Programm eng mit 18 Partnern in den Ländern des Südens zusammen.

Welches Rapunzel-Produkt ist Ihr ganz persönlicher Favorit?
Samba – die Bio-Nuss-Schoko-Creme mit 45% Haselnüssen – bleibt mein „all time favorite“. Die Urrezeptur dafür habe ich selbst entwickelt. Es ist einfach „die Praline im Glas“. Der Geschmack unserer Lebensmittel und die Qualität sind mir generell ein großes Anliegen. Alle Produkte müssen nicht nur unsere hausinternen Verkostungspanels bestehen, sondern sie müssen uns allen, auch mir und meiner Familie, schmecken. Wir essen bis heute (fast) ausschließlich das, was wir selbst herstellen und verkaufen.