Für Hummeln gibt es wahrscheinlich süßere Leckerbissen als Haferflocken. Trotzdem helfen Sie mit dem kauf von Haferflocken oder jedem anderen Produkt im Denns BioMarkt, die Insektenvielfalt zu schützen. Denn dieser Reichtum verschwindet langsam. Die ökologische Landwirtschaft aber fördert durch breite Fruchtfolgen und den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel wichtige Lebensräume der Insekten.

Wichtige Helfer im Ökolandbau

Schmetterlinge, Käfer und Bienen sind auf Blüten und vielfältige Futterquellen angewiesen, um zu überleben. Während die Insekten an Blüten trinken, bleiben Pollen an ihren Körpern haften, mit denen sie die nächste Blüte beim Anflug bestäuben.

Je mehr Pflanzenarten ein Feld, eine Wiese oder ein Acker bietet, desto mehr Insekten werden angelockt. Denn nicht jedes Insekt findet an jeder Blüte eine Futterquelle. So freuen sich Honig- und Wildbienen mit ihren kurzen Rüsseln zum Beispiel über Obstblüten wie Kirschen und Erdbeeren, während Schmetterlinge vorwiegend Blüten anfliegen, deren Nektar im Inneren verborgen liegt.

Ökologisch-bewirtschaftete Felder sind wahre Futtermeere für Insekten und deshalb gut besucht. Für Bio-Landwirt*innen gern gesehene Gäste! Zum einen bestäuben Insekten auch die Kulturpflanzen, wie Weizen oder Hafer, zum anderen fressen sie und ihre Larven Schädlinge, wie Blattläuse und Spinnmilben.

Die Larven der Florfliege sind sogar als „Blattlauslöwen“ bekannt, denn im Larvenstadium verspeisen sie mehrere hundert Läuse. Auch der Speiseplan eines Marienkäfers und seiner Larven kann sich sehen lassen: Bis zu 50 Läuse schaffen sie an einem einzigen Tag.


Lebensraum für Nützlinge

Um Nützlinge anzulocken, schaffen Bio-Landwirt*innen mit Hecken, Büschen, verschiedenen Anbaukulturen und Blühflächen Lebensraum für Insekten und Bodenbrüter.

Auch wenn ihr Name etwas anderes vermuten lässt, wimmeln Totholzhaufen nur so vor Leben. In den Haufen aus abgestorbenen Ästen und Zweigen fühlen sich Käfer, Würmer, Raupen und auch Igel wohl. So kann zusätzlicher Lebensraum für allerhand Krabbeltiere geboten werden.

 

 

 

Insektenhotels bieten verschiedenen Insektenarten einen Platz zum Nisten und Überwintern. Wildbienen legen ihre Eier vorzugsweise in markhaltigen Pflanzenstängeln oder abgestorbenen Holzstämmen ab. Ist eine Ecke des Hotels mit Kiefern- und Tannenzapfen gefüllt, ziehen über den Winter Marienkäfer ein. Florfliegen machen es sich in Stroh oder Holzwolle gemütlich.

Eine Nisthilfe ist schnell gebaut und wichtig, denn die Möglichkeiten zum Überwintern und Eier ablegen werden für Insekten immer rarer. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein Insektenhotel für Ihren Garten oder Balkon bauen können.

Zur Anleitung eines Insektenhotels