Seit über 90 Jahren wird bei Fandler Öl gepresst. Die steirische Ölmühle steht für feinste, 100 % sortenreine Pflanzenöle aus Erstpressung. Gearbeitet wird mit viel Fingerspitzengefühl, der Erfahrung von Jahrzehnten und nach alter Familientradition. Geschäftsführer und Pressmeister Peter Schloffer erzählt, worauf es ankommt, wenn man herausragende Öle pressen will.

 



Was ist das Geheimnis von gutem Öl?

Fandler entwickelte sich in den letzten 92 Jahren durch technischen Fortschritt stetig weiter. Doch das Wichtigste ist und bleibt der Mensch. Denn es sind die Menschen, die durch ihr Handwerk in der traditionellen Stempelpresse ein außergewöhnliches Ergebnis erzielen. Das Produkt kann nie besser sein als seine Rohfrucht, die je nach Wetter, Ernte und Saison unterschiedlich beschaffen ist. Diese Faktoren haben unmittelbare Auswirkungen auf den Geschmack unserer Öle. Deshalb ist uns die enge Zusammenarbeit mit unseren Rohstofflieferanten so wichtig.

Wie sieht diese Zusammenarbeit genau aus?

Zweimal jährlich findet eine Anbauversammlung mit den Bauern und Rohstofflieferanten aus der Steiermark, dem Burgenland und Niederösterreich statt. Dabei lassen wir gemeinsam das vergangene Ernte-Jahr Revue passieren und planen auf Basis neuer Erkenntnisse das neue. So können wir direkt auf die Bedürfnisse des anderen eingehen, gemeinsam an Innovationen tüfteln, Erfahrungen austauschen und Prozesse verbessern.

Was ist euch bei der Auswahl von Lieferanten besonders wichtig?

Bei der Auswahl der Rohstoff-Lieferanten steht schon immer eine langfristige Perspektive im Mittelpunkt. Die meisten Landwirte beliefern Fandler seit Langem, manche schon, seit ich im Unternehmen bin, also über 30 Jahre. Fandler will sich mit seinen Partnern gemeinsam in eine Richtung entwickeln. Wir wollen nicht nur heute zusammenarbeiten, sondern am besten auch morgen und übermorgen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Robert Fandler hat bereits in den 80er Jahren Partnerschaften aufgebaut. Es freut mich, diese seit so vielen Jahren erfolgreich weiterführen zu können und auch neue Anbau-Projekte ins Leben zu rufen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt für Hanfanbau in der Region Hartberg-Fürstenfeld und Oberwart, bei dem wir zahlreiche Landwirte dabei unterstützen, ursprüngliche regionale Saaten wieder anzubauen. Solche Fortschritte sind natürlich nur mit gleichgesinnten Partnern möglich.