Einkochen, einmachen oder einwecken - wo liegt der Unterschied?

Einkochen, einmachen oder einwecken werden oft synonym verwendet. Grundsätzlich beschreiben diese drei Begriffe auch das Gleiche: Lebensmittel werden durch Erhitzen und hermetisches Abdichten im Glas konserviert und somit länger haltbar gemacht. Das Vorgehen unterscheidet sich aber dennoch.

Beim Einkochen oder Einwecken wird das Einmachgut in sterile Gläser gefüllt, verschlossen und erhitzt. Entweder in einem heißen Wasserbad im geschlossenen Topf oder im Backofen. Beim Einkochen können auch rohe Zutaten verwenden, da diese durch das Kochen im geschlossenen Glas haltbar gemacht werden. Die Kochzeit sowie -temperatur variiert je nach Zutat.

Beim Einmachen hingegen wird das gekochte Einmachgut heiß in die sterilen Gläser gefüllt und anschließend verschlossen. Durch das Abkühlen zieht sich die Luft zusammen und es entsteht ein Vakuum, welches den Deckel „ansaugt“ und das Eingemachte konserviert.

Diese Methode wird oft für die Herstellung von Konfitüren genutzt und ist etwas einfacher und schneller in der Handhabung.

 

 

 

Tipps und Tricks:

  1. Sauberkeit: Hygiene ist beim Einkochen sowie Einmachen das oberste Gebot! Die Gläser sowie Hilfsmittel müssen sauber und steril sein, sonst können sich Keime oder Schimmelsporen in den Gläsern bilden.
  2. Frische: Obst und Gemüse sollten frisch und ohne Druckstellen sein.
  3. Rezeptur: Für Konfitüren oder Marmeladen sollte das Verhältnis von Früchten und Gelierzucker genau stimmen, sodass der Inhalt wirklich fest wird und lange hält.
  4. Gläser: Es eignen sich sowohl die klassischen Weckgläser mit Gummiring und Metallklammern als auch einfache Schraubgläser. Die Gläser sollten jedoch hitzebeständig sein.
  5. Befüllung: Bis zum Glasrand sollten 1 bis 2 cm Platz sein, damit sich ein Vakuum bilden kann. Der Glasrand sollte unbedingt sauber bleiben. Hier hilft ein Einfülltrichter.
  6. Deckelprobe: Bei Schraubgläsern lässt sich das Vakuum an einer leichten Wölbung des Deckels nach Innen erkennen. Der Deckel sollte beim Öffnen „ploppen“. Bei Weckgläsern sollte der Deckel nach dem vollständigen Abkühlen nicht mehr angehoben werden können.
  7. Gläser stürzen: Das Stürzen der Gläser ist nicht notwendig, um ein Vakuum zu bilden. Die Gläser können umgedreht werden, um mögliche Keime am Deckel mit dem heißen Einmachgut abzutöten.
  8. Aufbewahrung: Das Eingemachte hält sich am besten an einem kühlen, trockenen sowie dunklen Ort, beispielsweise einem Vorratskeller oder einer Speisekammer. Nach dem Öffnen sollte das Einmachgut im Kühlschrank aufbewahrt und in wenigen Tagen verzehrt werden.

So funktioniert die Sterilisation der Gläser:

Die Sauberkeit beziehungsweise Sterilisation der Gläser ist essenziell für das Einwecken, um mögliche Keime abzutöten. Die Gläser erst unmittelbar vor dem Befüllen sterilisieren. Dafür kann eine Gläserzange genutzt werden, sodass die Gläser möglichst nicht am Rand angegriffen werden.

Im Backofen: Hitzebeständige Gläser für zehn Minuten bei 140 Grad in den Backofen stellen. Bei geschlossenem Ofen verbleiben die Gläser dort, bis sie komplett abgekühlt sind. Die Gummiringe und Deckel dürfen nicht in den Ofen!

Im heißen Wasserbad:
Die Einmachgläser können auch im kochenden Wasserbad für etwa zehn Minuten ausgekocht werden. Dabei sollten die Gläser sowie die Schraubdeckel komplett mit Wasser bedeckt sein. Anschließend die Gläser und Deckel mit einer Zange aus dem Wasserbad entnehmen und zum Trocknen auf saubere Küchentücher stellen.

Tipp: Bei Einweckgläsern mit Gummiring werden bei beiden Methoden die Gummiringe separat ausgekocht, da diese bei zu heißen Temperaturen spröde werden. Hierfür können die Gummiringe für etwa 3 Minuten in Essigwasser ausgekocht werden.


Welche Lebensmittel eignen sich zum Einkochen und Einmachen?

Das Einkochgut kann so vielfältig sein, wie die Ernte im Garten oder Denns BioMarkt eben ausfällt. Von der klassischen Erdbeer-Marmelade zu würzigen Pflaumen-Chutneys, eingelegten Kirschen oder marinierten Zucchini mit Tomaten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch Suppen oder Eintöpfe lassen sich hervorragend einkochen, sofern kein Saucenbinder oder Mehl zum Eindicken verwendet wurde. Eingewecktes ist ebenfalls ein großartiges Mitbringsel oder Geschenk.


Konfitüren und Chutneys lassen sich großartig in Gerichten kombinieren. Wie wäre es zum Beispiel mit Käse-Crostini mit Birnen-Cranberry-Chutney oder einem veganen Nussbraten mit Quitten-Chutney. Wer es etwas herzhafter mag, dem schlagen wir ein süß-saures Tomaten-Chutney vor, dass wunderbar zu einem Cashew-Black-Bean Burger passt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Mehr Inspiration gibt es auf unserer Rezepte Seite.