Eine Umfrage* aus dem Jahr 2018 ergab, dass 43 % aller Befragten keine tierischen Produkte (etwa Fleisch, Eier, Milch, etc.) kaufen würden, wenn sie wüssten, dass die Tiere mit gentechnisch verändertem Futtermittel gefüttert worden wären. 39 % der Befragten beantworteten die Frage mit „eher nein“. 13 % sagten „ja“ oder „eher ja“ und 5 % machten keine Angabe. Wie würden Sie die Frage beantworten bzw. fragen Sie sich beim Einkauf auch manchmal, ob die Produkte im Einkaufskorb auch garantiert gentechnikfrei sind? Der Einsatz von Gentechnik beschränkt sich natürlich nicht nur auf den Bereich der tierischen Produkte. Würde man nach Gentechnik in Produkten suchen, so würde man bei konventionellen Lebensmitteln auch fündig werden.

Was ist Gentechnik eigentlich?

Als Gentechnik bezeichnet man Verfahren, die gezielt in das Erbgut eines Lebewesens eingreifen. Es werden zum Beispiel Pflanzen im Reagenzglas gentechnisch manipuliert, um höhere Erträge zu erzielen. Die Auswirkung der veränderten Pflanzen auf die Gesundheit des Menschen sowie auf den Kreislauf der Natur sind bis heute völlig unklar. Diese Unsicherheit spiegelt sich wohl auch in der oben genannten Studie wider, in der mehr als 80 % der Befragten gentechnisch veränderten Produkten gegenüber abgeneigt sind.

Die Lage in Österreich


Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist in Österreich verboten. Aber: Der Import ist erlaubt. In vielen konventionellen Produkten steckt daher Gentechnik. Lebensmittel von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden und sind damit für Konsument*innen nicht erkennbar. Kontrollsysteme und Siegel dienen dazu, sich beim Einkauf zu 100 % auf die Gentechnikfreiheit von gekennzeichneten Lebensmitteln verlassen zu können.

Kontrollsysteme

In Österreich werden Kontrollen von unabhängigen Kontrollstellen durchgeführt. Dies passiert mindestens einmal pro Jahr, manchmal auch öfter. Kontrolliert werden die landwirtschaftlichen Betriebe sowie die Betriebe, die Lebensmittel oder Futtermittel produzieren. Nach dem direkten Besuch in den Betrieben folgen Laboranalysen der entnommenen Proben. Zusätzlich erfolgen amtliche Lebensmittelkontrollen durch die Lebensmittelaufsicht der jeweiligen Bundesländer.

Siegel

Das seit 1998 bestehende Qualitätszeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ bietet Sicherheit für Hersteller*innen, Vermarkter*innen sowie Konsument*innen: Österreich verfügt damit über das europaweit erste durchgängige Kennzeichnungssystem. Das grüne Kontrollzeichen auf Lebensmitteln gibt Konsument*innen die Gewissheit, dass vom Feld bis zum fertigen Produkt keine Gentechnik zum Einsatz kam.

Garantiert Gentechnikfrei – bei Denns BioMarkt

Die biologische Landwirtschaft verzichtet vollständig auf Gentechnik. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen ist gemäß EU-Bio-Verordnung gesetzlich verboten. Bio-Bäuerinnen und -Bauern verwenden weder gentechnisch verändertes Saatgut noch gentechnisch veränderte Futtermittel. Sie halten keine gentechnisch veränderten Tierrassen und setzten auch keine gentechnisch veränderten Mikroorganismen in der Verarbeitung ein.

In unseren über 6.000 zertifizierten Bio-Produkten in unserem Sortiment steht also nicht nur „Ohne Gentechnik hergestellt“ drauf, es ist auch keine Gentechnik drinnen.

Gentechnikfreie Wochen 2022

Denns BioMarkt ist Teil der „Gentechnikfreien Wochen“, die von 13. – 25. Juni 2022 stattfinden. Während dieser Schwerpunktwochen stehen im österreichischen Lebensmittelhandel Lebensmittel ohne Gentechnik und die Information über deren Produktion und Kontrolle im Mittelpunkt.

 

 

 

*Quelle: de.statista.com/statistik/daten/studie/979393/umfrage/einstellung-gegenueber-gentechnisch-veraenderten-futtermitteln-in-oesterreich/